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Drei der sechs Mannschaften in der Gruppe B haben bereits an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilgenommen. Während sowohl Portugal als auch die Schweiz bei der letzten Ausgabe in Brasilien dabei waren, datiert der letzte Auftritt Ungarns aus dem Jahr 1986. Andorra nimmt seit 2002 an der Vorausscheidung teil, Lettland und Färöer sogar schon seit 1992. Für eine Endrunde konnten sich diese drei Nationen aber noch nie qualifizieren.

Die Mannschaften
Portugal
Schweiz
Ungarn
Färöer
Lettland
Andorra

Der Ausblick
Auch wenn die Schweiz bei der WM 2014 in Brasilien erst im Achtelfinale ausschied, ist Portugal, das bereits nach der Gruppenphase die Heimreise vom Zuckerhut antreten musste, als amtierender Europameister der Favorit in dieser Gruppe. Grund dafür ist Superstar Cristiano Ronaldo. Der Spielführer der Seleção das Quinas erzielte auf dem Weg nach Brasilien acht von 24 Treffern seines Teams und bereitete drei weitere vor. Auf der anderen Seite zeigten die Iberer in der Defensive Schwächen und kassierten ganze neun Gegentore in zehn Spielen. Dies wurde ihnen letztendlich zum Verhängnis und sie mussten den Umweg über die Playoffs gehen – dort konnte sich Portugal aber erneut auf seinen Rekordtorjäger verlassen. Um am Ende ganz oben zu stehen und in Russland dabei zu sein, wird es demnach für die übrigen Teams in dieser Gruppe entscheidend sein, den FIFA Weltfussballer der Jahre 2008, 2013 und 2014 in Schach zu halten und selbst in der Offensive kaltschnäuzig zu sein.

Die Schweizer können dabei auf ihre Erfahrung aus der letzten WM bauen. Im Achtelfinale gegen Argentinien hatten die Eidgenossen Lionel Messi und seine Sturmpartner so gut im Griff, dass sie ihr Tor bis zur 118. Minute sauber halten konnten. Zwar hat die Mannschaft unter anderem mit Diego Benaglio und Philippe Senderos routinierte und wichtige Defensivstützen verloren, jedoch kann man sich auf die nachrückenden Spieler verlassen. Der Großteil des Teams spielt in europäischen Topligen und misst sich wöchentlich mit großen Namen. Die Spieler aus Ungarn, Lettland, Färöer und Andorra verfügen zwar vielleicht nicht über diese Erfahrung, müssen beim Namen Ronaldo aber nicht zu Salzsäuren erstarren. Vielmehr sollten sie sich ein Beispiel an ihren Kollegen aus Israel nehmen, die CR7 und Co. in der Qualifikation für Brasilien 2014 ein 1:1 und ein 3:3 abgetrotzt haben.

Hätten Sie’s gewusst?
Eine lange Durststrecke: Seit der 2:3-Niederlage gegen die Bundesrepublik Deutschland im Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Schweiz 1954™ absolvierte Ungarn sieben Spiele in der Schweiz. Davon konnten die Magyaren vier gewinnen. Der letzte Sieg auf Schweizer Boden gelang im April 1976.

Alleinstellungsmerkmal: Der bisher größte Erfolg Lettlands auf internationalem Parkett war die Qualifikation für die UEFA EURO 2004. Eine Teilnahme an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ konnten die Letten bisher noch nicht verbuchen. Sie sind das einzige Land, das bei einer Europameisterschaft angetreten ist, jedoch noch nie bei einer WM.

Ladehemmungen: In vier WM-Qualifikationen gelang Andorra bisher lediglich ein einziger Sieg. Am 13. Oktober 2004 konnte die EJR Mazedonien in der Vorausscheidung für Deutschland 2006 mit 1:0 besiegt werden. Bei der letzten Auflage konnten die Insulaner jedoch weder einen Punktgewinn noch einen Torerfolg feiern.

Die Statistik
4
Nachdem sie schon 2006, 2010 und 2014 dabei war, könnte die Schweiz in Russland zum vierten Mal in Folge am globalen Kräftemessen teilnehmen. Vier Auftritte auf der größten Bühne des Weltfussballs hintereinander gelangen den Eidgenossen lediglich 1934, 1938, 1950 und 1954. Portugal dahingegen war seit 2002 bei jeder Endrunde dabei und würde somit die Serie auf fünf Teilnahmen ohne Unterbrechung ausbauen.

 

 

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