WM 2018 Europa – Gruppe A: Ein Großer bleibt zurück

Die Teams

Niederlande
Frankreich
Schweden
Bulgarien
Belarus
Luxemburg

Der Ausblick
Das Misstrauen Deschamps‘ im Vorfeld der Qualifikation liegt indes auch darin begründet, dass zwei der Gegner in Gruppe A schmerzvolle Erinnerungen in ihm wecken. In der Vorausscheidung für USA 1994, dem letzten WM-Turnier, das die Tricoloresverpassten, ließen ausgerechnet Schweden und Bulgarien die Franzosen hinter sich – Deschamps gehörte damals zu den Stützen der Bleus. Doch mehr als gegen die Skandinavier, die am Ende den ersten Platz in Gruppe 6 belegten, wird Frankreich vor den Bulgaren auf der Hut sein. Diese rissen die Franzosen am 17. November 1993 im heimischen Prinzenparkstadion in Paris in buchstäblich letzter Minute aus ihren WM-Träumen. Frankreich hätte nur einen Punkt benötigt, um sich das begehrte Ticket zu sichern, während Bulgarien auf einen Sieg angewiesen war.

Dabei hatte Eric Cantona sein Team damals in der 32. Minute in Führung gebracht. Doch die Gastgeber hatten die Rechnung ohne Emil Kostadinov gemacht. Der Bulgare egalisierte schon fünf Minuten später, bevor er in der 89. Minute Bernard Lama mit einem Knaller unter die Latte überwand und die WM-Hoffnungen der Bleus endgültig zunichtemachte. „Wir sind Esel“, sagte Deschamps damals. 22 Jahre später wird der heutige Nationalcoach zum Auftakt der Qualifikation für Russland 2018 mit seinen Schützlingen danach streben, dieses dunkle Kapitel ihrer Geschichte hinter sich zu lassen.

Hätten Sie‘s gewusst?
Alles im grünen Bereich für Oranje: Mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von +29 wiesen die Niederländer in der letzten WM-Qualifikation die beste Bilanz in der Europa-Zone auf. Zudem hatte sich das Oranje-Team zeitgleich mit Italien als erster Vertreter des alten Kontinents das Ticket nach Brasilien gesichert.

Schweden besser nicht verspotten: Das Rückspiel der Playoff-Runde für die UEFA U-21-EM zwischen Schweden und Frankreich, das im Oktober 2014 über die Bühne ging, fand ein unglaubliches Ende. Nach dem 2:0-Hinspielerfolg geriet Frankreich in der zweiten Partie schnell in Rückstand, glaubte aber nach dem späten Treffer zum 1:3 durch Layvin Kurzawa in der 87. Minute, doch noch die Qualifikation geschafft zu haben. Der Monegasse ließ seiner Freude freien Lauf und verspottete die Schweden mit einem militärischen Gruß. Diesen gelang indes in der nächsten Minute postwendend der Treffer zum 4:1, mit dem sie sich das Ticket zur EURO sicherten. Anschließend ließen sie es sich nicht nehmen, Kurzawa gründlich zu verhöhnen, indem sie auf dem Platz und in der Kabine – und sogar bei ihrem Titelgewinn im Juni – seine Geste nachäfften. Die beiden Länder treffen nun mit ihren A-Nationalteams aufeinander.

Die ersten Erfolge: Belarus gelang der erste Pflichtspielsieg 1994 gegen Luxemburg (2:0), das in Gruppe A erneut zu den Kontrahenten gehört. Der zweite Triumph folgte nur wenige Monate später gegen die Niederländer (1:0), denen sie in dieser Staffel ebenfalls wieder begegnen werden.

Statistik
7 – Luxemburg ist der Gegner, auf den Frankreich und die Niederlande in Vorausscheidungsturnieren am häufigsten getroffen sind (je sieben Mal).

 

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